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Flache rechteckige Plaque oder Fliese in goldenem zeitgenössischen Holzrahmen. Der Bildrand mit einer Umrahmung aus braunen Rocaillen von lindgrünem Fond umgeben, aus den Rocaillen erwächst eine braune Doppelhenkelvase, darin großes Blumenbouquet. Innerhalb des Rahmens tiefe Seelandschaft, Schlossprospekt, auf dem Wasser Schiffe, grüner Ufersockel, Personenstaffage. Verwendete Farben: Violett, Blau, Eisenrot, Purpur, Braun, mehrerlei Grün, Grau und Schwarz.

Diese Fliese ist eine unerwartete und überraschende Entdeckung. Sie fügt der bisher bekannten 10er Reihe – Albert, Boerger, Degen, Eiche, Eisenträger, Holtzmann, Jungblut, Rath, Stahn, Zisler (Metternich/Meinz 2004 Bd. I S. 146) – ein elftes Tableau hinzu. Diese „Serie der Unikate“- von ihren Malern mit Namen, Tag und Jahr bezeichnet – hat schon Scherer (1909 S. 84f) beschäftigt, der sie im Zusammenhang mit der 1767er Entlassungswelle gesehen und demgemäß als Probearbeiten charakterisiert hat, die das Können des jeweiligen Malers zeigen sollten. Die Entdeckung ist insofern besonders interessant, weil Arbeiten von Christian Friedrich Roloff bislang nicht bekannt sind und jetzt vielleicht anhand unserer Fliese einige bestimmt werden können.

Literatur:

  • Metternich/Meinz, Die Porzellanmanufaktur Fürstenberg, 2004 Band I S. 146
  • Scherer, Das Fürstenberger Porzellan, 1909 S.84 f
  • Ducret, Fürstenberger Porzellan, 1965, Band II, S. 63 ff

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