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Gewürzschiffchen „Navicella“ mit Steuermann, Löwenkopf-Bug und Pariser Vermeil Fassung (1740/45)

Modell von Eberlein und Ehder 
Meissen 1740 – 45 
H. 20,5 cm; B. 16 cm; T. 9 cm (Porzellan: 11 cm hoch u. 15,5 cm lang) 
Unterglasurblaue Schwertermarke am Ruder 

Provenienz: Bednarczyk (Sotheby’s 10.07.1973 Nr. 118), Sotheby’s 28.06.1977 Nr. 160; Slg. Jahn (641 Lempertz 12.06.1989 Nr. 223) 

Ausstellungen: Meissener Porzellan des 18. Jahrhunderts in Hamburger Privatbesitz, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (Jedding 1982 Nr. 148 u. Farbtafel X) 

Beschreibung


Gewürzschiffchen mit einem naturalistisch geformten und staffierten Löwenkopf als Galionsfigur sowie einem jungen Steuermann am Heck mit schwarzem Holländerhut; die Schiffsplanken mit schwarzen Käfern und Insekten besetzt; der reiche, durchbrochene Rocaillen-Sockel ist eine Pariser Vermeil-Montierung von 1740/50 (Jedding a.a.O.); kupfervergoldete Abdeckplatte mit aufgesetztem Segel und zwei eingelassenen ovalen Gefäßen für die Gewürze; Porzellandeckel mit Blumen. 

Rückert hat zu dem Porzellanmodell folgende Arbeitsberichte veröffentlicht (1966 Nr. 967) Eberlein, Januar 1739: „Ein Schälgen wie ein Schiffgen zu Modell in Maßa verputzet“; Ehder, Agust 1743: „Ein klein Figürgen in Gestalt eines Schiffsknechts zur Conditorey Sr.Hoch Reichs Gräfl. Excellenz (Brühl) neu bossiert“; Ehder, September 1743: „Ein Schiffsknecht zu obigen Schiffgen neu boßerit.“


Vergleichsstücke

  • ein ähnlich prachtvoll montiertes Segelschiff in der Villa Floridiana als Tintenzeug (zit. nach Jedding S. 156 f.)
  • zwei weitere, ebenfalls als Tintenzeug montierte Gewürzboote in der Slg. Emma Budge Nr. 787 ohne Abb. 
  • Slg. Fleischhauer
  • 654. Lempertz 22.06.1990 Nr. 2042 
  • Slg. Marianne und Michael Sabée (Sotheby’s New York 10.11.2006) 

Literatur


Jedding, Hermann: Meißener Porzellan des 18. Jahrhunderts in Hamburger Privatbesitz. Hamburg 1982

Rückert, Rainer: Meissener Porzellan 1710–1810. München 1966

Bildergalerie


Gewürzschiffchen „Navicella“ mit Steuermann und Löwenkopf-Bug
  • Beschreibung

    Gewürzschiffchen mit einem naturalistisch geformten und staffierten Löwenkopf als Galionsfigur sowie einem jungen Steuermann am Heck mit schwarzem Holländerhut; die Schiffsplanken mit schwarzen Käfern und Insekten besetzt; der reiche, durchbrochene Rocaillen-Sockel ist eine Pariser Vermeil-Montierung von 1740/50 (Jedding a.a.O.); kupfervergoldete Abdeckplatte mit aufgesetztem Segel und zwei eingelassenen ovalen Gefäßen für die Gewürze; Porzellandeckel mit Blumen. 

    Rückert hat zu dem Porzellanmodell folgende Arbeitsberichte veröffentlicht (1966 Nr. 967) Eberlein, Januar 1739: „Ein Schälgen wie ein Schiffgen zu Modell in Maßa verputzet“; Ehder, Agust 1743: „Ein klein Figürgen in Gestalt eines Schiffsknechts zur Conditorey Sr.Hoch Reichs Gräfl. Excellenz (Brühl) neu bossiert“; Ehder, September 1743: „Ein Schiffsknecht zu obigen Schiffgen neu boßerit.“


    Vergleichsstücke

    • ein ähnlich prachtvoll montiertes Segelschiff in der Villa Floridiana als Tintenzeug (zit. nach Jedding S. 156 f.)
    • zwei weitere, ebenfalls als Tintenzeug montierte Gewürzboote in der Slg. Emma Budge Nr. 787 ohne Abb. 
    • Slg. Fleischhauer
    • 654. Lempertz 22.06.1990 Nr. 2042 
    • Slg. Marianne und Michael Sabée (Sotheby’s New York 10.11.2006) 
  • Literatur

    Jedding, Hermann: Meißener Porzellan des 18. Jahrhunderts in Hamburger Privatbesitz. Hamburg 1982

    Rückert, Rainer: Meissener Porzellan 1710–1810. München 1966

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