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Pagodenpaar auf Kissen

Modell von Johann Friedrich Eberlein, Dezember 1737
; Ausformung kurz darauf 
Er: 15 cm hoch; 11, 7 cm breit; Schwertermarke im Sockel

Sie: 16,9 cm hoch; 11,7 cm breit; unterglasurblaue Schwertermarke im Sockel

Beschreibung


Die bunt staffierten Pagoden mit Äffchen und Papagei sowie Apfel, auf Sitzkissen und hohen getreppten Sockeln zählen zu den frühesten Arbeiten Johann Friedrich Eberleins in Meissen (Bursche 1980 Nr. 297), dessen Arbeitsberichte im Juni 1737 beginnen. Er hat sie nach chinesischen Figuren, die wohl hohe Kaiserliche Beamte darstellen, aus der Sammlung August des Starken geschaffen (Bursche ebd.). Im Arbeitsbericht vom Dezember 1737 heißt es (zit. nach Bursche a.a.O.):

  • „4. Ein Pagoten Weibel mit einem Papagei und Postament von Thon bos.“
  • „5. Ein Pagotte mit einem Affen von Thon bosziert.“

Die Pagoden waren ein Erfolgsmodell. Sie befinden sich in vielen Museen: u.a. Porzellansammlung, Dresden; Kunstgewerbemuseum, Berlin (a.a.O.); British Museum; Eremitage, St. Petersburg; Musée national de Céramique, Sèvres; Rijksmuseum, Amsterdam (Den Blaauwen Nr. 312).

Vergleichsstücke in Privatsammlungen:

  • Slg. Pauls-Eisenbeiss (Menzhausen 1993 S. 90 f.)
  • Slg. Gustav von Klemperer (Schnorr von Carolsfeld 1928 Nr. 507 u. 508 T. 47)
  • The Irwin Untermyer Collection (Hackenbroch 1956 Fig. 25 Farbtafel 19)
     = Ausstellungskatalog Masterpieces of European Porcelain. New York 1949 Nr. 276
  • Slg. Erich von Goldschmidt-Rothschild (Ball Graupe Berlin 25.03.1931 Nr. 444 T. 81)
  • Slg. Margarete und Franz Oppenheimer (Schnorr von Carolsfeld 1927 Nr. 32 T. 6) mit der größten jemals zusammengetragenen Pagoden-Sammlung
  • Slg. Sydney J. Lamon, New York, mit der zweitgrößten Pagoden-Sammlung 
  • Christie’s 29.11.1973 Nr. 27
  • Slg. Kocher (D’Agliano 2003 S. 110)
  • Slg. Maurice de Rothschild, Schloss de Pregny bei Genf (Christie’s 28.03.1977 Nr. 113)
    = Kate Foster, Antiques (Sotheby’s 14.04.2011 Nr. 394)

Literatur


Bursche, Stefan: Meissen – Steinzeug und Porzellan des 18. Jahrhunderts. Kunstgewerbemuseum Berlin. Berlin 1980

Bildergalerie


Pagodenpaar auf Kissen
Pagodenpaar auf Kissen
Pagodenpaar auf Kissen
Pagodenpaar auf Kissen
Pagodenpaar auf Kissen
Pagodenpaar auf Kissen
  • Beschreibung

    Die bunt staffierten Pagoden mit Äffchen und Papagei sowie Apfel, auf Sitzkissen und hohen getreppten Sockeln zählen zu den frühesten Arbeiten Johann Friedrich Eberleins in Meissen (Bursche 1980 Nr. 297), dessen Arbeitsberichte im Juni 1737 beginnen. Er hat sie nach chinesischen Figuren, die wohl hohe Kaiserliche Beamte darstellen, aus der Sammlung August des Starken geschaffen (Bursche ebd.). Im Arbeitsbericht vom Dezember 1737 heißt es (zit. nach Bursche a.a.O.):

    • „4. Ein Pagoten Weibel mit einem Papagei und Postament von Thon bos.“
    • „5. Ein Pagotte mit einem Affen von Thon bosziert.“

    Die Pagoden waren ein Erfolgsmodell. Sie befinden sich in vielen Museen: u.a. Porzellansammlung, Dresden; Kunstgewerbemuseum, Berlin (a.a.O.); British Museum; Eremitage, St. Petersburg; Musée national de Céramique, Sèvres; Rijksmuseum, Amsterdam (Den Blaauwen Nr. 312).

    Vergleichsstücke in Privatsammlungen:

    • Slg. Pauls-Eisenbeiss (Menzhausen 1993 S. 90 f.)
    • Slg. Gustav von Klemperer (Schnorr von Carolsfeld 1928 Nr. 507 u. 508 T. 47)
    • The Irwin Untermyer Collection (Hackenbroch 1956 Fig. 25 Farbtafel 19)
       = Ausstellungskatalog Masterpieces of European Porcelain. New York 1949 Nr. 276
    • Slg. Erich von Goldschmidt-Rothschild (Ball Graupe Berlin 25.03.1931 Nr. 444 T. 81)
    • Slg. Margarete und Franz Oppenheimer (Schnorr von Carolsfeld 1927 Nr. 32 T. 6) mit der größten jemals zusammengetragenen Pagoden-Sammlung
    • Slg. Sydney J. Lamon, New York, mit der zweitgrößten Pagoden-Sammlung 
    • Christie’s 29.11.1973 Nr. 27
    • Slg. Kocher (D’Agliano 2003 S. 110)
    • Slg. Maurice de Rothschild, Schloss de Pregny bei Genf (Christie’s 28.03.1977 Nr. 113)
      = Kate Foster, Antiques (Sotheby’s 14.04.2011 Nr. 394)
  • Literatur

    Bursche, Stefan: Meissen – Steinzeug und Porzellan des 18. Jahrhunderts. Kunstgewerbemuseum Berlin. Berlin 1980

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