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Sehr seltene tiefe Schale aus dem Schwanenservice für den Grafen Brühl

Modell von Johann Joachim Kaendler, Ausformung Meissen 1738, Schwertermarke in Unterglasurblau; Ø 29,7 cm; 5,7 – 6,2 cm hoch; Pressmarke: vier konzentrisch angeordnete Dreiecke (Rückert in Keramos 151 1996 S. 75 Abb. 9 Ziffer 6); Größenangabe Ritzmarke „IV" (= viertgrößte Schale, wie man aus der Van Ham Schale („I“ = 20,5 cm) ableiten kann); stark ausgeprägtes Relief

Beschreibung


Außerordentlich seltenes Formstück aus dem Schwanenservice. In dieser Größe und Höhe haben wir in der Literatur kein Vergleichsstück finden können. In der großen Schwanenservice-Ausstellung (Katalog 2000) konnte ausschließlich die kleine Schale gezeigt werden. Bekannt sind die kleineren Schalen mit:

Ø 24 cm:

  • Christie’s 29.11.1973 Nr. 120

​​​​​​Ø 20,5 cm: 

  • Christie’s 03.07.1989 Nr. 206 Ø 21 cm (der Katalog weist bereits auf die Seltenheit des Formstücks hin) = Christies Genf 10.11.1986 Nr. 167
  • Metz 17.10.1992 Nr. 140 Farbtafel IX Ø 20,5 H. 5 cm
  • Dresden Kunstgewerbemuseum (Albiker 1935 Nr. 286 T. 71) Albiker beschreibt die Schale als „tief gewölbten Teller ohne abgesetzten Rand“, Ø 21 cm, 5 cm hoch
  • Porzellansammlung Zwinger (PE 1408, Pietsch AK 2000 Nr. 34) Ø 20,8 cm (irrtümliche Höhenangabe von 9 cm))
  • Carnegie Museum of Art, Pittsburgh Pennsylvania
  • Sotheby’s 18.11.1961 Nr. 139
  • Auktionsverkauf Stockholm 27.–30.04.1987 Nr. 341 (zit. nach Pietsch)
  • Van Ham 13.11.2015 Nr. 1030, Ø 20,5 cm  Ritzmarke I

Pietsch schreibt zur Schale (a.a.O.): „Sie wurde im 18 Jhd. auch als Assiette bezeichnet, diente als Behältnis für versch. Speisen u.a. als Salatschale. Das Modell hierfür schuf Kaendler (Arbeitsbericht 1738, lfd. Nr. 6) mit der Bemerkung, sie habe „die Gestalt einer Muschel … mit Wasser und Schilf, Reihern und Schwänen wie vorerwähnte Tellern. Im Unterschied zu den Tellern hat die Schale eine steile Wandung, ist aber ansonsten wie diese gestaltet … Von diesen Assietten blieben nur wenige Exemplare erhalten.“ 

Literatur


Pietsch, Ulrich (Hg.): Schwanenservice: Meissener Porzellan für Heinrich Graf von Brühl (1700-1763). Leipzig 2000

Rückert, Rainer: Alchimistische Symbolzeichen als Meissener Masse-, Former-, Bossierer- und Drehermarken im vierten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts. In Keramos 151/1996

Bildergalerie


Sehr seltene tiefe Schale aus dem Schwanenservice für den Grafen Brühl
Sehr seltene tiefe Schale aus dem Schwanenservice für den Grafen Brühl
Sehr seltene tiefe Schale aus dem Schwanenservice für den Grafen Brühl
Sehr seltene tiefe Schale aus dem Schwanenservice für den Grafen Brühl
Sehr seltene tiefe Schale aus dem Schwanenservice für den Grafen Brühl
  • Beschreibung

    Außerordentlich seltenes Formstück aus dem Schwanenservice. In dieser Größe und Höhe haben wir in der Literatur kein Vergleichsstück finden können. In der großen Schwanenservice-Ausstellung (Katalog 2000) konnte ausschließlich die kleine Schale gezeigt werden. Bekannt sind die kleineren Schalen mit:

    Ø 24 cm:

    • Christie’s 29.11.1973 Nr. 120

    ​​​​​​Ø 20,5 cm: 

    • Christie’s 03.07.1989 Nr. 206 Ø 21 cm (der Katalog weist bereits auf die Seltenheit des Formstücks hin) = Christies Genf 10.11.1986 Nr. 167
    • Metz 17.10.1992 Nr. 140 Farbtafel IX Ø 20,5 H. 5 cm
    • Dresden Kunstgewerbemuseum (Albiker 1935 Nr. 286 T. 71) Albiker beschreibt die Schale als „tief gewölbten Teller ohne abgesetzten Rand“, Ø 21 cm, 5 cm hoch
    • Porzellansammlung Zwinger (PE 1408, Pietsch AK 2000 Nr. 34) Ø 20,8 cm (irrtümliche Höhenangabe von 9 cm))
    • Carnegie Museum of Art, Pittsburgh Pennsylvania
    • Sotheby’s 18.11.1961 Nr. 139
    • Auktionsverkauf Stockholm 27.–30.04.1987 Nr. 341 (zit. nach Pietsch)
    • Van Ham 13.11.2015 Nr. 1030, Ø 20,5 cm  Ritzmarke I

    Pietsch schreibt zur Schale (a.a.O.): „Sie wurde im 18 Jhd. auch als Assiette bezeichnet, diente als Behältnis für versch. Speisen u.a. als Salatschale. Das Modell hierfür schuf Kaendler (Arbeitsbericht 1738, lfd. Nr. 6) mit der Bemerkung, sie habe „die Gestalt einer Muschel … mit Wasser und Schilf, Reihern und Schwänen wie vorerwähnte Tellern. Im Unterschied zu den Tellern hat die Schale eine steile Wandung, ist aber ansonsten wie diese gestaltet … Von diesen Assietten blieben nur wenige Exemplare erhalten.“ 

  • Literatur

    Pietsch, Ulrich (Hg.): Schwanenservice: Meissener Porzellan für Heinrich Graf von Brühl (1700-1763). Leipzig 2000

    Rückert, Rainer: Alchimistische Symbolzeichen als Meissener Masse-, Former-, Bossierer- und Drehermarken im vierten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts. In Keramos 151/1996

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